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Uwe Human, LL.M.

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Versicherungsrecht

Anfrage

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11.07.2016

Nachteile für Heimarbeiter

Im entschiedenen Fall arbeitete die Klägerin auf Grund einer Dienstvereinbarung mit dem Arbeitgeber in einem gesonderten Raum im Dachgeschoß ihrer Wohnung an einem Telearbeitsplatz. Sie verließ den Arbeitsplatz, um in der Küche, die einen Stock tiefer lag, etwas zu trinken. Auf der Treppe rutschte sie aus und verletzte sich. Das BSG bestätigte die Berufsgenossenschaft, die einen Arbeitsunfall verneint hatte. Der Unfall habe sich bei einer typischen eigenwirtschaftlichen, nicht versicherten  Tätigkeit ereignet. Zur Begründung verweist das BSG darauf, dass es den Berufsgenossenschaften außerhalb der Betriebstätten ihrer Mitglieder kaum möglich sei, präventive, gefahrreduzierende Maßnahmen zu ergreifen. Zudem führe die arbeitsrechtliche Vereinbarung über die Tätigkeit im Rahmen eines home office nicht dazu, dass die private Wohnung den Charakter der privaten und daher nicht versicherten Lebenssphäre verliert.

BSG Urteil vom 05.07.2016 – B 2 U 2/15 R –

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