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Uwe Human, LL.M.

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Versicherungsrecht

Anfrage

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22.05.2015

Schaden-/Unfallversicherungsrecht

Nach einem nicht rechtskräftigen Urteil des SG Düsseldorf  - S 1 U 163/13 - stellt der (tödliche) Unfall eines lizensierten Speerwurfampfrichters keinen versicherte Arbeitsunfall dar. Der Ehemann der Klägerin war bei einer Leichtathletikveranstaltung als Kampfrichter beim Speerwurf tätig. Er erlitt einen tödlichen Unfall, als er von einem geworfenen Speer getroffen wurde. Die Klägerin machte geltend, es habe sich um einen Arbeitsunfall gehandelt, da ihr Mann in seiner Funktion als Kampfrichter zwar nicht abhängig beschäftigt gewesen sei, jedoch als sog. Wie-Beschäftigter dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz unterfalle. Dies verneint das SG, weil der Verletzte zum einen ehrenamtlich tätig gewesen sei und nur eine geringe Aufwandsentschädigung erhalte habe und zum anderen keine Berufsgruppe professioneller Kampfrichter bei Leichtathletiksportfesten existiere. Auch eine besondere Gefährlichkeit der Tätigkeit rechtfertige nicht den Einbezug in die gesetzliche Unfallversicherung. Mit dieser Entscheidung entfällt zugleich die Möglichkeit einer Haftungsprivilegierung des Speerwerfers aus den §§ 104 ff. SGB VII.

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