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Uwe Human, LL.M.

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Versicherungsrecht

Anfrage

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03.11.2015

Maßgeblicher Gegenstandswert für Anwaltshonorar

Hat der Geschädigte nach einem Verkehrsunfall einen Schadensersatzanspruch, erstreckt sich dieser auch auf die notwendigen Kosten einer anwaltlichen Vertretung im Rahmen der Geltendmachung der Ansprüche. Besteht ein solcher sachlich-rechtlicher Anspruch auf Erstattung der Rechtsanwaltskosten, sind der Berechnung der Kosten die begründeten - und nicht die von dem einsichtigen Geschädigten für vertretbar gehaltenen - Schadensbeträge zugrunde zu legen (BGH NJW 1970, 1122). Als begründet sind die Schadensbeträge anzusehen, die der Ersatzpflichtige in einem Vergleich oder außerhalb eines solchen als berechtigt anerkennt und mit deren Zahlung sich der Geschädigte begnügt (BGH a.a.O.; BGH NJW 2005, 1122 f.). Damit entspricht der Gegenstandswert für die vom Schädiger zu ersetzenden Anwaltskosten dem Erledigungswert, auch soweit es die Einigungsgebühr betrifft. Der Höhere des ursprünglichen Forderungsbetrages ist nur für die Abrechnung im Innenverhältnis Rechtsanwalt und Mandant maßgeblich.

AG Hannover, Urteil vom 07.10.2015 - 434 C 8728/15 –

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