Ticker

Prof. Dr. Rainer Heß, LL.M.

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht

Anfrage

zurück zur vorherigen Seite

16.02.2016

Parkplatzunfall: Nicht immer 50 : 50

Entgegen der in der Instanzrechtsprechung überwiegend vertretenen Auffassung, kommt kein Anscheinsbeweis gegen einen Rückwärtsfahrenden mehr zum Tragen, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass dieses im Kollisionszeitpunkt bereits gestanden hat (anders noch OLG Hamm - Urteil vom 11.09.2012, NZV 2013, S. 123).

In der Konsequenz aus diesem BGH-Urteil wird nun verstärkt eine Sachaufklärung, insbesondere durch Sachverständigengutachten zu erfolgen haben. Auch wenn ein Anscheinsbeweis nicht greift, sind natürlich zuerst die Beweismöglichkeiten zur Abwägung der Betriebsgefahr der Fahrzeuge, insbesondere auch darauf, ob ein Verschulden feststellbar ist, auszuschöpfen.

BGH  Urteil vom 15.12.2015 – VI ZR 6/15 –

zurück zur vorherigen Seite